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Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene

Direktoren und Leiter der städitschen Projeketentwicklungsabteilung  aus Istanbul sind zu Gast beim Landsberger Kulturverein «dieKunstBauStelle». Start eines großen gemeinsame EU-Programms.

 

Besuch aus Istanbul für den Landsberger Kulturverein „dieKunstBauStelle e.V.“: Vom 19. bis 25. Juni 2018 kam eine Delegation von wei Verwaltungsdirektoren und zwei Projektleitern der Istanbuler Stadtverwaltung  nach Landsberg am Lech. Ihre besondere Abteilung heißt abgekürzt PGUB und steht für „Project Development and Implementation Unit“ des Distrikts Küçükçekmece, dem größten Stadtteil Istanbuls mit allein 760.000 Einwohner. Unter der Leitung des Landsberger Vereins soll in den nächsten Jahren ein größeres EU-Programm in Istanbul entwickelt werden werden. Am Mittwoch trafen sich die Gäste mit Wolfgang Hauck, dem Initiator und Vorsitzenden des Verein dieKunstBauStelle sowie dem Landsberger Oberbürgermeister Matthias Neuner im Historischen Rathaus. Die Gäste bekamen eine Führung durch das Historische Rathaus und natürlich durften gegenseitige Gastgeschenke bei dieser Gelegenheit nicht fehlen. Danach wurden ersete Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des kulturellen Austauschs auf unterschiedlichen Ebenen besprochen.

Hilfe für benachteiligte Jugendliche

Die Abteilung PGUB wurde im Jahr 2015 ins Lebengerufen, um gezielt Projekte für Jugendlichen und jungen Erwachsene zu planen, zu entwickeln im Stadtteil  Küçükçekmece durchzuführen. Dort leben allein 190.000 Jugendliche und junge Erachsene im Alter zwischen 13 bis 30 Jahren. Der Stadtteil ist durch seine vehrkhresg+ünstige Lage und die starke Prägung durch Industrie und Handwerksbetriebe sehr stark von  Flüchtlinge und Migranten besiedelt und deswegen auch ein sozial Brennpunkt in der brodelnden Millionmetropole. Allein in diesem Stadtteil, dessen Namen auf Deutsch „Die kleine Schublade  bedeutet, sverwaltet die Entwicklungsabteilung insgesamt 152 Schulen, 8.500 Lehrer und 161.000 Schülerinnen und Schüler. „Wir möchten den Jugendlichen dabei helfen, wieder in soziale Aktivitäten hineinzufinden, ihre persönliche Entwicklung vorantreiben und ihren Wert als Menschen wieder schätzen zu lernen“, sagt Neslishan Sagbas Önal, EU-Projekkoordinatorin der Stadtverwaltung Istanbuls.

Dabei ist die Expertise des erfahrenen Landsberger Wolfgang Hauck sehr gefragt, der sich bereits seit vielen Jahren im Bereich der kulturellen Bildung, mit dem Verein dieKunstBauStelle, internationaler Theaterarbeit mit den Stelzern und als Vorsitzender des Verbands der Freien Darstellenden Künste in vielen Bereich engagiert und über ein breites Netzwerk verfügt. „Im Wesentlichen möchte die Organisation mit unserer Unterstützung Projekte in Istanbul entwickeln, die dort in Schulen, Jugendeinrichtungen und sozialen Zentren eingeführt werden. Unser Teil ist vorrangig Projekte kultureller Art, aber es gibt auch ein großes Interesse an sportlichen Tätigkeiten und beruflichen Bildungsmaßnahmen.“, sagt Projektleiter Hauck. Die Delegation war sehr inspiriert durch die vielen Formate und Möglichkeiten, aber auch von der jahrzentelangen Erfahrung in der Kultur- und Bildungsarbeit, die sowohl in Landsberg, als auch bei anderen Organisation in Deutschland vorhandne sind  „Wir wiederum profitieren von der großen Erfahrung des türkischen Projektpartners und der großen Kulturabteilungen in Istanbul“, betont Hauck. „Für uns sidn EU-Projekt wegen dem erfordelrichen Personalaufwand kaum zu bewerkstelligen.“

„Deutsch-türkische Jugendbrücke“

Ziel des Besuchs war es, Erfahrungen auszutauschen, Maßnahmen im kulturellen, sportlichen und berfulichen Bildungsbereichen zu planen und Partnerschaften zu knüpfen. „Wir sind hier, um zu sehen, welche Aktivitäten hier für diese Jugendlichen angeboten und realisiert werden, speziell im Bereich von Kunst, Theater und Musik, um die benachteiligten Jugendlichen in unserem Distrikt zu fördern und zu integrieren“, meint Önal.

So hat die Gruppe bereits Kultureinrichtungen in Bayern aufgesucht, um einen Wissenstransfer vorzunehmen. Neben Bildungseinrichtungen wie der Berufsschule in Marktoberdorf, wurden auch außerschulische Maßnahmen besucht, etwa die Theaterschule „mobile“ in Marktoberdorf oder das Theater „Eukitea“ in Diedorf, das mit Präventionstheater viele Erfahrungen gesammelt hat. „Aber unsere Partner möchten auch unsere Erlebnisse in der Kulturarbeit mit Geflüchteten, die daraus entstehenden Probleme und deren Lösungen kennenlernen“, so Hauck weiter. „Wichtig dabei ist es, deutsche und türkische Jugendliche zu vermischen – eine Brücke zu erschaffen“, ergänzt Önal – „eine deutsch-türkische Jugendbrücke.“

Wolfgang Hauck ist beeindruckt, „wie aufgeschlossen und wie stark die staatlichen Initiativen in Istanbul sind“. „Durch unser Culturel Relief Programm in der Türkei und der Arbeit für das Goethe Institute in den letzten Jahren  sind wir auch in der Türkei bekannt geworden. Das Engagement der Mitarbeit an der Basis und Verwaltung ist beachtlich und zeigt andere, hoffnungsvolle Aspekte der Türkei, wie man sie auch aus der türkischen Lebensfreude und Gastfreundlichkeit kennt.“

Einladung nach Istanbul im Herbst

Aber auch die Landsberger Gastfreundlichkeit kann sich sehen lassen. „Wir sind sehr erfreut, wie herzlich wir hier aufgenommen worden sind,“ sagt Metim Nari, Verwaltungsdirektor Der Natinalen Bildungsabteilung des Distrikts Küçükçekmece. „Wir lieben die Stadt, ihre vielen historischen Aspekte, die Architektur und auch ihre Natur. Und sind sehr beeindruckt von der Arbeit unseres Partners und der Kunst und Kultur in Bayern und Landsberg am Lech.“

Im Herbst folgt schließlich die Gegeneinladung: „Für  Oktober oder November 2018 ist in Istanbul zunächst eine Auftakt mit Stelzen und Kostümen vorgesehen, der Schwerpunkt liegt dabei auf den benachteiligten Jugendlichen und Geflüchteten in Küçükçekmece“, berichtet Hauck. „Hier möchten wir unsere Erfahrungen mit nutzen – jedoch nur nicht in Eliteschulen, in denen wir sonst unsere Projekte durchgeführt haben, sondern in Schulen und Einrichtungen in sozialen Brennpunkten.“ Das liegt deswegen nahe, da aus einem Projekt im Jahr 2015 noch viele Stelzen in Istanbul gelagetr sind. „Zudem ist ein weiteres Expertentreffen geplant, um die Programme aus dem EU-Erasmus-Förderungen gemeinsam und langfristig auf die Beine stellen können.“ Damit geht dann geht der internationale Erfahrungsaustausch in die nächste, vielversprechende Runde.

Ausstellung Gästebuch

Nur noch bis Mittwoch 4. April 18:00 Uhr

AUSSTELLUNG
Von Litauen nach Landsberg

Säulenhalle Landsberg am Lech
Mittwoch von 11 bis 18 Uhr

GÄSTEBUCH
Die Meinungen im Gästebuch sind eindeutig:

„Die Ausstellung sollte eine Dauerausstellung werden.“

„Ich fände es schön, wenn die Ausstellung einen festen Platz in Landsberg bekommt“

„Eine sehr gut und intensive recherchierte Ausstellung! Eine Arbeit, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt – Vielen Dank dafür!“

„Eine beeindruckende, sehr gute erarbeitete Ausstellung, die als Dauerausstellung bleiben sollte.“

„Sich den schmlimmsten Wahrheiten unserer Geschichte zu stellen ist UNSERE PFLICHT!
Herzlichen Dank an die Verantwortlichen und Unterstützer der Jüdisch-Deutschen Festwoche und der begleitenden Veranstaltungen – wie dieser eindrucksvollen Ausstellung.“

„Diese Ausstellung brauchte LL schon lange. Nun kann LL nichts mehr verdrängen.“

„Super interessante Karte mit der Verteilung von jüdischen DP-Lagern! Tolle Gestaltung mit den Säulen.“

„In einer Zeit, in der zunehmend viele Menschen einen Schlußstrich unter die Geschichte schreiben möchten, ist die Ausstellung ein wichtiger Beitrag, sich mit der eigenen Geschichte auseinander zu setzten.“

„Sehr herzlichen Dank Herrn Wolfgang Hauck und Frau Karla Schönebeck für die sehr erschütternd ergreifende Ausstellung, den Texten, Bildern und Filme.
Wir hoffen sehr, daß die gesamte Arbeit und so große Leistung zu einer Veröffentlichung als Buch geführt werden kann.“

Aus dem Gästebuch der Ausstellung 2018

Jessicas Rückblick

Ich heiße Jessica. Ich bin ein Künstler, Musiker und Kinderbuchautor, der zurzeit auf einer Farm in Polen lebt. Da ich während der Sommerzeit ziemlich auf der Farm bleibe (und weil ich nicht zäh genug bin, um die Minusgrade der polnischen Winterzeit zu bewältigen), habe ich es genossen, die Gelegenheit zu nutzen, diesen Winter durch „Workaway“ ein wenig mehr von Europa zu erkunden „.

Landsberg war meine letzte, längste und unvergesslichste Station des Winters. Ich bin seit etwas über zwei Monaten hier und in dieser Zeit habe ich so viele unglaubliche Menschen getroffen und Erinnerungen geschaffen, die ich für den Rest meines Lebens schätzen werde.

Ein Großteil meiner Zeit verbrachte ich im Büro mit dem „Wolf-Durmashkin-Kompositionspreis“ und der Internationalen Jüdisch-Deutschen Festwoche im Mai 2018. Dadurch bin ich auf erstaunliche Menschen und Geschichten gestoßen, die oft gleichermaßen vernichtend und inspirierend sind und meine Wahrnehmung der Welt verändert haben.

Wenn ich nicht gerade Wolfgang’s E-Mails Korrekturgelesen habe, um  die potentiell Deutsche Direktheit im Englischen etwas abzmildern, habe ich Mahlzeiten mit mehr Gemüse gekocht, als die anderen sonst essen wollten, habe Freestyle-Tanzpartys im Büro gemacht, Karaoke-Abende, chaotische arabische Kreistänze und Abendessen und Partys mit Leuten gneossen, die ich noch nie zuvor getroffen hatte, die mich wie einen alten Freund empfingen (und mich mit viel Kuchen fütterten!), „Wolfgang Tours“ in der Stadt, wo jedes kleine Detail seine eigene Geschichte hat und vor allem die Möglichkeit bot, viele wunderbare Menschen aus der ganzen Welt zu treffen (und dauerhafte Freundschaften zu schließen).

Für eine kleine deutsche Stadt hat Landsberg eine unglaublich reiche Geschichte und vielfältige Bevölkerung. Es ist mir jetzt fast peinlich, an das zu denken, was ich mir als „Arbeit mit Flüchtlingen“ vorgestellt habe, bevor ich hierher kam. Die jungen Leute, die ich in Landsberg getroffen habe, haben viele Vorurteile drastisch verändert, von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie hatte und die „Wohltätigkeitsarbeit“, die ich mir vorgestellt hatte, waren in Wirklichkeit unglaubliche Momente gemeinsamen Spaßes, Lachens und aufrichtiger Freundschaft, für die ich bin so dankbar.

Ein großes Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, dass mein Aufenthalt hier so unvergesslich und angenehm ist. Ich hoffe, dass ich mich eines Tages wiedersehen werde.

Jessica xxxx

Ausstellung ist eröffnet

„Von Litauen nach Landsberg“ lautet der Titel der Ausstellung, die den geschichtlichen Hintergrund der mit den litauischen Juden aufzeigt.

Die Ausstellung ist noch bis 4. April in der Säulenhalle in Landsberg zu sehen.

Die genänderten Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr

Samsatg und Sonntag 11 bis 17 Uhr

und nach Vereinbarung.

Führungen

Führung mit Karla Schönebeck können direkt vereinbart werden unter:

Telefon 08191 940 96 35‬

 

Foto: Conny Kurz

 

 

 

Die Gewinner sind …

An einem verschneiten Februartag traf sich die Jury des Wolf-Durmashkin-Kompositionspreises unter den imposanten Säulen und marmorverkleideten Fluren der Münchner Musikschule, um über die Preisträgern zu entscheiden.

Der Preis ist einem jüdischen Musiker  der in einem Konzentrationslager in Estalnd ermordet wurde, gewidmet. Deswegen ist es ist von  historischer Bedeutung, diesen Preis in einem Gebäude zu vergeben, in dem das Arbeitszimmer von Adolf Hitler, dem sogenannten „Führerbau“ . Wenn  man durch die Korridore geht erzeugen die Schritte auf dem Marmorboden eine harten percussiven Klang. MAn kommt nich tumhin, über die Vergangenheit des Gebäudes nachzudenken und sich die Charaktere aus Geschichtsbüchern am selben Ort vorzustellen.

Trotz seiner nationalsozialistischen Geschichte ist das Gefühl des Gebäudes nicht beklemmend. Hinter den schweren Holztüren erklingt die Musik der Studenten.  Die Studenten eilen mit Instrumenten auf dem Rücken vorbei, bleiben am Fuß der großen Treppen stehen und lachen und plaudern. Es ist sichtabr, daß das Gebäude nicht mehr der Vergangenheit angehört.

 

Die Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft war ein zentrales Thema während des gesamten WDCA-Wettbewerbs. Mit einem Konzert soll das Gedenken an die Geschichten bewußt werden. Der Kompositionspreis ist gedacht, um diese Geschichten mit der Gegenwart zu verbinden und durch den Einsatz junger Musiker und Komponisten eine Verbindung in die Zukunft zu schaffen.

Die Jury bestand aus einer Gruppe von sieben Personen, unter ihnen Musikprofessoren, ein Orchesterdirigent, ein Geigenbauer, eine NAchfarhing von Wolf Durmaskin und einer Schülerin. Nach einigen ersten Treffen, freundlichen Einführungen und Fotoshootings, äußerte die Jury freundlich, aber fest ihren Wunsch, allein und abgeschlossen zu tagen. Kameras und Filmausrüstung wurden in den Korridor transportiert. Nach ungefähr 2 Stunden öffnete sich die schwere Holztür, aber die Aufregung war kurzlebig, sie machten nur einen kurzen Pause und würden danach ihre geheime Arbeit wieder aufnehmen.

Schließlich, als das Team im Korridors den Versuchungen des Buffets nicht länger widerstehen könnten, öffneten sich die Türen und ein Raum von lächelnden, müden Gesichtern gab glücklich bekannt, daß sie ihre Gewinner gefunden hatten.

Um Verzerrungen jeglicher Art zu vermeiden, wurden die Identitäten der Komponisten während des Entscheidungsprozesses geheim gehalten, aber sobald die Gewinner ausgewählt waren, wurden die entsprechenden Codes in einen Computer gestanzt und, wie durch Magie, erschien ein Foto des Urhebers der Komposition auf der Leinwand, gefolgt von ihren persönlichen Daten, jedes Mal mit Jubel und Aufregung getroffen.

Die vielleicht unerwartetste Reaktion war jedoch, als das Foto der Gewinnerin des zweiten Platzes, Rose Miranda Hall, auf der Leinwand erschien und eine schockierte Stimme aus dem hinteren Teil des Raumes quietschte „Ich kenne sie“. Viele solcher Fälle von zufälligen Verbindungen und unerwarteten Verbindungen scheinen das ganze Wochenende zu unterstreichen, doch für Jessica, eine Praktikantin aus england, war es ganz besondere Überraschung. Sie hatte im gleichen Jahr und oft die gleiche Klasse wie Rose an der Universität in York besucht.

In einem der vielen verschiedenen Gespräche wurden die Nationalitäten einiger Einträge diskutiert. „Es gibt einen Eintrag aus Israel“, meinte Wolfgang, „wäre es nicht besonders, wenn sie gewonnen würde“, alle stimmten ihm zu,. Aber es war offen, den die Jury wussten nichts über die Komponisten. So waren ihre Entscheidung unbeeinflußt. Als die Identität des Komponistin, die Jury einstimmig zum Sieger gewählt hatte, bekannt gegeben wurde, fühlte er sich deshalb wie ein Wundr an: Es war Bracha Bdil aus Israel.

Die endgültigen Ergebnisse für den Kompositionspreis:

1. Preis: BRACHA BDIL Israel

2. Preis: ROSE MIRANDA HALL, England

3. Preis: OTTO WANKE, Tschechien, lebt in Wien

Ein besonderer und unvergesslicher Tag für alle.
Es sind ausgezeichneten Kompositionen und wir sehr gespannt darauf, sie am 10. Mai ain Landsberg klingen werden.

Text: Jessica Kettle

Photo: Conny Kurz

Lob und Applaus für eine enorme Leistung

Mode-Kostüm-Projekt „Der Rote Faden –Trau Dich“ des Kulturvereins «dieKunstBauStelle e.V.» und «der Stelzer» präsentierte in der Turnhalle in der Platanenstraße eine beeindruckende Abschlusspräsentation mit hochkarätigen Kostümkreationen und tolle schauspielerische Leistungen auf Stelzen.

 

Bereits zum dritten Mal wurde das Mode-Kostüm-Projekt „Der Rote Faden“ des Landsberger Kulturvereins «dieKunstBauStelle e.V.» nun mit Hilfe von Fördermitteln des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Landsberg durchgeführt. Jugendliche aus Landsberg und Umgebung, Schülerinnen und Schüler, Landsberger wie syrische Flüchtlinge, haben seit Juli mit großem Elan gemeinsam an ihren Werken gearbeitet, um sie schließlich in einer großen Abschlussperformance auf Stelzen dem Landsberger Publikum vorstellen zu können.

In der diesjährigen Langen Kunstnacht waren die Wetterbedingungen nicht die besten, deswegen wurden die empfindlichen Kostüme und Masken nur in einer Ausstellung gezeigt. Nun konnten die faszinierenden Ergebnisse des Kostüm- und Theaterworkshops als Abschlussperformance in der Turnhalle der Grundschule Platanenstraße präsentiert werden.

Kostüme aus Metall und Bast sowie ein Wald voller Masken

Zu sehen gab es eine spannende und gut durchdachte Inszenierung – mit Kostümen, die vom Gegensatz leben: Metallmaterialien und Bastgewebe wurden bei der Erstellung miteinander kombiniert. Zudem hielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Präsentation auf Holzstäben befestigte Tiermasken in der Hand. Mit Schwein, Hase, Elefant & Co. ließen sie damit einen ganzen Wald voller Masken entstehen.

„Für diese ausgefallene Produktion war es dieses Jahr besonders aufwendig und anspruchsvoll, die Kostüme von Hand herzustellen“, betont Renate Stoiber ehemalige Chefin der Kostümabteilung der Bayreuther Festspiele. „Die Jugendlichen haben dabei sehr viel Geduld bewiesen. Ein großes Dankeschön geht an sie und natürlich auch an die vielen Helfer im Hintergrund. Ohne ihren großen Einsatz und ihr unermüdliches Engagement hätten wir das nie geschafft.“

Ein Stück von den Jugendlichen

Peter Pruchniewitz, Theaterleiter der Stelzer, studierte mit den Jugendlichen in den Herbstferien mit den neu erstellten Kostümen und Masken eine Aufführung mit musikalischer Untermalung ein, die das Publikum sofort in ihren Bann gezogen hat. „Die jugendlichen Darsteller haben alles selber erarbeitet, viele Ideen eingebracht, die Dramaturgie entwickelt und die Musik selbst ausgesucht“, betont Pruchniewitz. „Es war ein Stück von den Jugendlichen, komplett selbst gemacht.“

Dafür gab es vom Publikum einen großen Applaus: „Die Jugendlichen haben echt was geleistet – und das neben der Schule, Prüfungen und Hausaufgaben“, sagt Maggie aus Erpfting nach der Inszenierung, während man noch gemütlich beisammen bei Kaffee und Kuchen beisammen stand. „Auch schauspielerisch fand ich die dramatische Geschichte sehr überzeugend gespielt“.

„Es war ein richtiges Tanztheater auf Stelzen“, betont Brunhilde aus Kaufering. „Die Kostüme waren auch so aufwendig gearbeitet. Die Idee mit den Tiermasken fand ich besonders gut.“ Ute aus Bremen hat vor allem fasziniert, wie viel Arbeit und Elan die Jugendlichen in dieses Projekt stecken. „Dass sie in ihrer Freizeit basteln und auch selber inszenieren und dies mehr als eine halbe Stunde lang auf Stelzen präsentieren, finde ich toll“, sagt sie.

Wolfgang Hauck, Leiter der Stelzer, freute sich ganz besonderes. „Nach dem Ende des erfolgreichen Festspiels Licca Line, hatten wir somit nochmals eine Möglichkeit, für und mit Jugendlichen in Landsberg ein größeres Projekt zu verwirklichen. Das war eine ganz besondere Chance, die ohne die Förderungen nicht möglich gewesen wäre.“

Das außerschulische Projekt, das dieKunstBauStelle gemeinsam mit den Projektpartnern «Die Stelzer» und Mittelschule Landsberg realisiert, ist Teil der Maßnahme „Jugend ins Zentrum!“, die im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Photo: Wolfgang Hauck

 

Karte KZ-Friedhof Erpfting

VERÖFFENTLICHUNG

Faltblatt mit Karte zum KZ-Friedhof Erpfting in Deutsch, Englisch und Hebräisch.

DOWNLOAD PDF

Faltblatt KZ-Friedhof Erpfting mit Karte Deutsch

Faltblatt KZ-Friedhof Erpfting mit Karte Englisch

Faltblatt KZ-Friedhof Erpfting mit Karte Hebräisch

Die Faltblätter können in der Medienwerkstatt (Hinterer Anger 300, 86899 Landsberg) abgeholte werden und liegen öffentlich aus.

PROJEKT

Projektbeschreibung

 

TÜRKENMARIANDL – TRAILER ZUR AUSZEICHNUNG

Der Trailer zum Projekt Türkenmariandl 2014-2017 ist online.

TRAILER

Sie kommen aus Rumänien, Afghanistan, Polen, Italien, Lettland und Afrika: Vierzehn Jugendliche der Mittelschule Landsberg Ost zwischen 14 und 18 Jahren beschäftigen sich im Rahmen des Projektes «Türkenmariandl gestern» derzeit mit Migrationsgeschichten und -erfahrungen in der Vergangenheit und ganz eigenen Lebenssituationen. Jugendliche, die mit ihren Eltern noch nicht mal ein Jahr in Deutschland sind, sitzen am Tisch, wenn es um die Besonderheiten des deutschen Alltags geht.

Das außerschulische Projekt ist ein Teil der kulturellen Bildungsarbeit des Landsberger Kulturvereins «dieKunstBauStelle e.V.».

Die Durchführung wird zusammen mit den Bündnispartnern, der Mittelschule Landsberg und dem Landsberger Tagblatt, getragen.

BÜNDISPARTNER

dieKunstBauStelle e .v.
Mittelschule Landsberg am Lech
Landsberger Tagblatt, Redaktion

FÖRDERUNG

«Das Projekt ‚Türkenmariandl‘ wird unterstützt durch das Programm MeinLand – Zeit für Zukunft der Türkischen Gemeinde in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministerium für Bildung und Forschung.»

Vielen Dank an:
Sabine März-Lerch, Sprecherin und den Bayerischen Rundfunk:

Rachel Drissi für Video und Schnitt

AUSZEICHNUNG FÜR DAS PROJEKT „TÜRKENMARIANDL“

BERLIN: 8. SEPTEMBER 2017

Fünf Jahre Bündnisarbeit (2013 – 2017)
best-practice in MeinLand – Zeit für Zukunft

Am 8. September fand in der Werkstatt der Kulturen in Berlin die Abschlussveranstaltung des Programms MeinLand – Zeit für Zukunft statt. Ein Fachtag und eine abendliche Gala standen auf dem Programm. Insgesamt waren 150 jugendliche und erwachsene TeilnehmerInnen aus 11 Bundesländern angereist.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der Preise an 75 VertreterInnen von 14 Bündnissen. Sie wurden für ihre herausragenden Arbeiten geehrt.

Fünf Jurymitglieder übergaben die Preise in den Kategorien „Partizipation“, „Öffentliche Wirksamkeit“ und „Vision“ nach einer kurzen Laudatio.

Das Projekt und Bündnis „Türkenmariandl“ des Vereins dieKunstBauStelle wurde als eines von 125 Projekten mit einem Preis in der Kategorie „Öffentliche Wirksamkeit“ ausgezeichnet.

An dem Projekt sind als Bündnispartner neben dem Verein dieKunstBauStelle, die Mittelschule Landsberg am Lech und das Landsberger Tagblatt beteiligt.

Zur Preisverleihung wurden acht Mitwirkende – Refernten, ehrenamtliche Helfer und Jugendliche – nach Berlin eingeladen:

Bilder in der Mediathek
https://flic.kr/s/aHskMjTKsi

Video

https://vimeo.com/236418915

Der Rote Faden – Workshop Kostüm

Workshops in den  Sommerferien 2017

Workhsop Teil 1

Beginn Dienstag 8. August um 11 Uhr

Informationen und Anmeldung per E-Mail

info@dieKunstBauStelle.de oder telefonisch unter 08191 308426.

Kreativ statt langweilig: Pünktlich zum Beginn der Sommerferien starten der Landsberger  Kulturverein «dieKunstBauStelle e.V.», «Die Stelzer» und die Mittelschule Landsberg wieder ihr Gemeinschaftsprojekt „Der Rote Faden“ mit Kostüm- und Theaterworkshops für Jugendliche ab 13 Jahren.

Wie schon die letzten Jahre wird auch in diesem Sommer die Möglichkeit geboten, Design, Stelzenlauf und Theater-Performance auf einen Schlag zu erlernen.

Zwischen 1. August bis zum 14. September finden dazu kostenfreie Sommerworkshops statt, die in einer Abschlusspräsentation auf der Landsberger Langen Kunstnacht am 16.9. münden werden.

Gestartet wird im August mit den Kostüm-Workshops, die erneut Renate Stoiber, ehemalige Chefin der Kostümabteilung der Bayreuther Festspiele, unter ihre Obhut nimmt. „Wir werden wieder spannende und coole Sachen bauen“, betont Stoiber.

„Dieses Mal verwenden wir auch Materialien aus dem Baumarkt. Wir schrauben, bohren, sägen und kleben und erschaffen einen ‚Wald aus Masken’ – Die Jungs dürfen sich dieses Mal auch angesprochen fühlen und sind herzlich willkommen.“

Der Theater- und Stelzenworkshop wird von den Stelzern, geleitet „Hier lernen die Jugendlichen, auf Stelzen zu laufen und zu spielen“, so Wolfgang Hauck, Theaterleiter. „Schließlich werden sie die Kostüme in der Langen Kunstnacht als Ausstellung und Aufführung präsentieren.“

Die Teilnahme ist kostenfrei, da das Projekt durch die Maßnahme „Jugend ins Zentrum!“,  im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Die Termine werden mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgesprochen.
Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sind nun herzlich eingeladen mitzumachen.