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Ausflug in die BMW Welt

Ausflug in die BMW Welt

Im März machten wir mit unseren Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen spannenden Ausflug nach München, um die BMW-Welt zu besichtigen. Mit Zug und U-Bahn waren wir unterwegs, um uns an einen Ort voller Geschichten und voller Geschichte zu begeben und die Historie einer Weltmarke zu erleben. Visionen für morgen und die Zukunft der Mobilität zu erfahren. Was könnte besser zu unserem Thema passen,  fanden wir. Die Jugendlichen waren sofort dabei, als wir den Vorschlag machten und freuten sich schon auf diesen besonderen Tag.

Als wir ankamen, begeisterte uns schon von außen die spektakuläre Architektur der BMW Welt – futuristisch wirkt sie, beeindruckend zudem. Sie macht neugierig auf das Universum der Mobilität der Zukunft, und wir waren schon gespannt auf das, was sich dahinter verbirgt.

Bevor wir uns aber genauer damit beschäftigten, hatten wir zunächst einmal einen Termin. Denn wir haben für unsere Jugendlichen einen Forscher-Workshop gebucht, bei dem sie auf große Entdeckungsreise gehen konnten. Dabei ging es um die drei Themen Mobilität, Nachhaltigkeit und Globalität. Nach einem Quiz konnten sie in Teamarbeit an verschiedenen Stationen mal echte Nachwuchsingenieure sein – austesten, ausprobieren und entwickeln. Mit großem Spaß waren sie dabei und haben prima im Team zusammengearbeitet.

Nachdem wir uns auf die Spuren der BMW-Entwickler begeben haben, konnten wir uns mit dem Inneren des Zukunftsbaus beschäftigen. Hier präsentierten sich uns die neuesten BMW-Luxusmodele, eine Ausstellung der BMW Group, die uns wichtige unternehmerische Themen zeigte, wie etwa die Mobilität von morgen. Wir erfuhren, dass BMW i wie keine andere Marke der BMW Group für die Zukunft der Mobilität steht – durch visionäre Fahrzeugkonzepte und Mobilitätsdienstleistungen, inspirierendes Design und die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit. Wir lernten den kleinen, schnuckeligen MINI kennen und den großen, stolzen und sehr luxuriösen Rolls-Roye. Und erfuhren, dass das erste Fahrzeug des Unternehmens ein Motorrad war, die BMW R32 von 1923. Die Vielfalt der heutigen Modelle gab es in der BMW Welt direkt zum Anfassen – traditionelle Ingenieurskunst und innovative Technologie waren hier vereint.

Inmitten all dieser zukunftsweisenden Fahrzeuge machten wir mit unseren Jugendlichen eine Foto- und Filmsession. Natürlich nicht ohne dies vorher mit der BMW-Unternehmenskommunikation abzusprechen. Dafür begaben sich die Schülerinnen und Schüler in die Rolle der BMW-Ingenieure, die eine neue Entwicklung präsentieren und dazu befragt werden. Und so kam es, dass die Jugendlichen mitten in der BMW-Welt ihre eigenen Skizzen zum Thema Mobilität der Zukunft – zumindest für unsere Fotos und Videodrehs – vorstellen konnten. Schöne Aufnahmen sind dabei entstanden, da die Werke natürlich noch einmal in einem ganz besonderen Blickwinkel präsentiert wurden.

Voller Eindrücke, aber auch ein wenig geschafft, fuhren wir wieder zurück nach Landsberg. Es war ein erfüllter Tag. Und unsere Jugendlichen waren alle mit großem Elan und Begeisterung dabei. So etwas können wir ruhig noch mal machen, war der Tenor. Das werden wir, ganz bestimmt!

ZUSAMMEN FÜR DIE ZUKUNFT

Ein Expertentreffen Deutschland und Türkei in Istanbul

8.-13. April 2019

Der Gouverneur Harun Kaya des Istanbuler Bezirks Küçükçekmece mit 760.000 Einwohner und der Fachabteilung für Projektentwicklung- und Implementierung haben mit dem deutschen Kulturverein dieKunstBauStelle e.V. einen Expertenaustausch und Beratungsgespräche im April in Istanbul durchgeführt. Die Aktivitäten unter dem Titel „ZUsammenKUNFT“ wurden mit Unterstützung des Programms der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke umgesetzt.

Die Abteilung für die Projektentwicklung (PGUB) des Distrikt Küçükçekmece soll benachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von 10-18 Jahren sowie der im Distrikt lebenden Migranten mit kulturellen und pädagogischen Projekten erreichen.

Im Rahmen des Projekts kamen dazu Wolfgang Hauck, Projektleiter, Vorsitzender des Vereins dieKunstBauStelle e.V., Vorstand des Verbandes Freie Darstellende Künste Bayern und Leiter des Theaters „Die Stelzer“; Monica Schubert, Gründerin und Direktorin der Theater- und Kunstschule mobilé; Harald Rüschenbaum, künstlerischer Leiter des Bayerischen Jugend-Jazz-Orchesters, Professorin Dagmar Boeck-Siebenhaar, von der Freien Universität in Berlin; Selah Okul, Integrationsbeauftragter der Stadt Marktoberdorf und Leiter der Arbeitsgruppe „Asyl“; Josef Eder, Tänzer und Choreograph; Stephan Reischl, ehemaliger Experte am des Goethe-Instituts in Ankara für Deutsch als Fremdsprache; Nai Wen Chang, eine internationale Regisseurin und Produzentin; Emre Tutus, Tanzlehrer und die Bildungsexperten der PGUB-Abteilung des Bezirks Küçükçekmece zusammen. Sie besuchten Institutionen, Verbände und Schulen und führten Konsultationen mit den Direktoren, Verwaltungsleiter und politischen Vertretern durch. Die Besuche bei Nicht-Regierungs-Organisation, die in der Betreuung vom Geflüchteten und bildungsbenachteiligten Jugendlichen umfangreiche Erfahrungen haben, diente der Sondierung von Kooperationsmöglichkeiten.

Die Experten von PGUB, die zusammen mit 11 Lehrern auch an einem intensiven Workshop teilgenommen haben, planen bereits einer Reihe von Sozial- und Kulturstudien im Bezirk Küçükçekmece. Deswegen sollen weitere Treffen und eine Fortsetzung des Expertenaustausch folgen.

Bei dem Treffen mit den Gästen aus Deutschland in der Distriktverwaltung wurde immer wiweder betont, wie bedeutsam es für die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft in Europa es ist, junge Menschen zu vereinen und deren aktiven Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern. Mit der vereinigenden Kraft der Kunst und Kultur, soll die Bildungsarbeit im Austausch und in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei gestärkt werden. Dieses wichtige Treffen hat die Grundlagen dazu gefestigt.

Zu diesem Treffen sind in der Türkei mehrfach Artikel erschienen.

LINKS

https://www.takipmedya.com/haber_detay.php?0d75fe3d374e3ae6283c562f5be6146b=2554

https://www.xn--gndemhaber-9db.com/gelecek-icin-birlikte/

https://www.memurlarinsesi.com/m/haber/gelecek-icin-birlikte….html

TAMAM: Spaghetti für Zwei

Inspieriert von der Kurzgeschichte „Spagetti für zwei“ von Federica de Cesco haben wir einen weiteren Comic entwickelt: Die Geschichte thematisiert, wie Vorurteile einen Jugendlichen bestimmen und ihn in die Irre leiten können.
In unserer – leicht abgewandelten – Geschichte geht es um die Schülerin Marianna, die sich in der Mensa eine Gemüsesuppe gönnt. Sie stellt den Teller mit der Suppe auf ihren Platz und geht einige Sekunden weg, um sich einen Löffel zu besorgen. Als sie zurück kommt, sitzt ein Dunkelhäutiger an ihrem Tisch, der die Gemüsesuppe verzehrt. Empört setzt sich Marianna hin und isst mit dem Fremden die Suppe. Nachdem die Suppe fertig ist, kauft der Unbekannte eine Portion Spaghetti mit zwei Gabeln. Gemeinsam genießen Marianna und der Schwarze die Spaghetti. Am Ende der Geschichte stellt sich heraus, dass der Dunkelhäutige gar nicht die Suppe von Marianna gegessen hatte, sondern seine eigene. Mariannas‘ Suppe hatte am Platz daneben gestanden. Durch die Verwechslung entstand eine lang andauernde Freundschaft.
Für uns war das natürlich ein passendes Thema. Wird damit doch ausgedrückt, dass in der Gesellschaft sehr viele Vorurteile gegenüber Schwarzen bzw. Randgruppen herrschen. Die Erzählung ist ein Beispiel für Rassismus. Es hat uns gereizt, sie als Comic umzuwandeln, zu bebildern und zu betexten. Es war gar nicht leicht, die Sache mit dem verwechselten Teller bildlich nachzustellen. Und, was wir noch festgestellt haben: Es war auch gar nicht so einfach, immer die entsprechende Mimik und Gestik hinzukriegen. Denn diese ist bei der Geschichte enorm wichtig, da sich mehr als die Hälfte ohne gesprochene Worte abspielt. Es geht hier eher darum, was sich die Protagonisten denken. Das kann man im Comic natürlich auch mit Denkblasen darstellen. Trotzdem funktioniert es natürlich nur, wenn die passenden Gesichtsausdrücke dazu zu sehen sind.

Aber unsere beiden Hauptdarsteller haben es bestens gemeistert. In nur wenigen Anläufen sind ausdrucksstarke Bilder entstanden. Und so ist ein Comic zu unserem ersten Thema Essen/Nahrung entstanden, der sehr nachdenklich macht. Er zeigt auf, wie schnell Menschen nur nach ihrem Äußeren bewerten. Macht aber gleichzeitig auch deutlich, dass man mit etwas Mut neue Freunde finden kann.

 

Fliáng – von der Idee zum Projekt


Wer in der Herzog-Ernst-Str. 179b vor Edmund Epples Buch-und Plattenladen Discy-MusikBuchHandlung steht und nicht nur ins Schaufenster, sondern ein wenig weiter nach oben blickt, sieht eine unscheinbare Gedenktafel. Sie erinnert an den Flugpionier Alois Wolfmüller, der in diesem Haus 1864 in Landsberg geboren wurde. Im vergangenen Jahr jährte sich sein Todestag zum 70. Mal: Am 3. Oktober 1948 starb er in Oberstdorf. Unter anderem schuf Wolfmüller den ersten Gleiter für Segelapparate auf mechanischer Basis und löste damit eines der bis dato größten technischen Probleme Otto Lilienthals.

Edmund Epple sah diese Tafel sehr oft, und es war nur eine Frage der Zeit, bis die Idee zu einem Alois-Wolfmüller-Papierflieger-Wettbewerb geboren wurde. „Im Laden habe ich auch den Ausstellungskatalog von 1991 griffbereit neben der Kasse. Solche Geschichten und Biographien muss man beleben.“ Gesagt getan – und mit der Idee lag er bei Wolfgang Hauck, Künstler und Leiter des Vereins dieKunstBauStelle, genau richtig. „Mehr als eine Ausstellung, ein Projekt zum Mitmachen sollte daraus entstehen“, so Hauck, „man soll selbst Hand anlegen. Schließlich ist Alois Wolfmüller ein Beispiel für private Initiative, Mut und Engagement.“

Die Idee überzeugte auch den Rotary Club Ammersee-Römerstraße, der die finanzielle Starthilfe bereits im Winter 2017 bewilligte, um das Konzept für das Projekt zu entwickeln.

Nach und nach wurde ein unterhaltsames Programm entwickelt. Und schließlich konnte ein Konzept erarbeitet werden, das dann auch mit den Förderprogrammen „Kultur macht stark“ und „Mein Land, Zeit für die Zukunft“ der türkischen Gemeinde in Deutschland umgesetzt werden konnte.


Fliáng – es geht los!

Es geht los!

Edmund Epple und Wolfgang Hauck starten die ersten Flieger …

TERMINE

Freitag, 5. Oktober 2018

16 bis 22 Uhr Papierflieger-Werkstatt für ale in der Säulenhalle

 

Samstag, 6. Oktober 2018

10 bis 14 Uhr Papierflieger-Werkstatt für alle  und Nachbau eines Original Flügelmodells von Alois Wolfmüller in der Säulenhalle

14 bis 16 Uhr Papierflieger-Wettbewerb und Flugschau im Theatersall und Foyer Stadttheater Landsberg am Lech

 

Sonntag, 7. Oktober 2018

11 bis 14 Uhr Am Werk:  Nachbau eines Original Flügelmodells von Alois Wolfmüller in der Säulenhalle

14 bis 15 Uhr Installation des Nachbau eines Original Flügelmodells von Alois Wolfmüller  am Georg Hellmairplatz

Unterstützung

Untersülzt und ermöglicht wird die Aktion auch von der Einzelhandelsgemeinschaft „Die Aufmacher,“ in einigen Geschäften rundum um das
Geburtshauses in der Herzog·Ernst·Str. 179b und dem Georg Hellmairplatz:
Discy, Juwelier Heldelberg, das Teehaus, Point, Benetton und bei Geigenbau Schleskl wird es Modelle in den Auslagen zu bewundern geben.

Der Nachbau des Flügelmodells wird unterstützt durch die Heinz-Heinrich-Maertin-Stiftung und den Rotray Club Ammersee-Römerstraße.

Förderung

«Das Projekt ‚Türkenmariandl‘ wird unterstützt durch das Programm «MeinLand – Zeit für Zukunft» der Türkischen Gemeinde in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministerium für Bildung und Forschung

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TAMAM – Making Of: Die Sache mit dem
Trockeneis

Unser Fotocomic über die Problematik einer Gruppe Jugendlicher aus verschiedenen Nationen – mit wenig Kleingeld in der Tasche – Essen zu ergattern, hat eine kuriose Auflösung.

Um die geheimnisvolle Verwandlung der Papierpizza aus dem Foodomaten in eine richtig echte und essbare Pizza noch spektakulärer zu machen, wollten wir genau diesen Prozess – nämlich der Verwandlung – für die Fotos in Dampf und Nebel „verhüllen“. Um den Zauber noch deutlicher zu machen. Um es noch mysteriöser zu halten. Daher hatte unsere Referentin Conny, die als Fotografin arbeitet, die Idee, mit Trockeneis zu arbeiten.

Trockeneis ist festes Kohlenstoffdioxid (CO2), das unter Normaldruck bei −78,48 °C sublimiert, also direkt in die Gasphase übergeht, ohne vorher zu schmelzen.Trockeneis wird hergestellt, indem unter Druck verflüssigtes Kohlenstoffdioxid entspannt wird. Ein Teil des Kohlenstoffdioxids verdampft und entzieht dabei dem Rest des Kohlenstoffdioxids die für die Verdampfung erforderliche Wärme, dieser kühlt damit ab. Es entsteht dabei sogenannter gefrorener Kohlensäureschnee. Dieser wird dann, je nach Anwendung, in die gewünschte Form gepresst.

Die Umsetzung unserer Idee war jedoch leider nicht möglich. Zunächst einmal ist es offenbar eine Kunst für sich, hier in der Nähe einen Trockeneishändler zu finden. Nach ausgiebiger Recherche ist Conny fündig geworden – in Igling. Doch leider hat das nichts genützt, wir hatten Pech. Genau in unserem Projektzeitraum war der gesamte süddeutsche Raum von Lieferschwierigkeiten mit Trockeneis betroffen. Der Grund: Zulieferer hatten Probleme mit dem Kohlenstoffdioxid. Wir hätten nach Hamburg fahren können, denn in Norddeutschland gab es diese Probleme nicht – aber das ist natürlich für den Transport von Trockeneis etwas widersinnig.

Also verabschiedeten wir uns schweren Herzens von unserer Idee, die Pizza in geheimnisvollem Dampf verschwinden zu lassen. Nichtsdestotrotz: Unser Fotocomic ist auch so toll geworden – eine witzige Geschichte mit surrealem Ende. Auch ohne Trockeneis, Nebel und Dampf.

 

TAMAM – Making Of: Wie aus dem Kunstautomaten ein Foodomat wird

Unsere armen, hungrigen, aber leider kleingeldlosen Jugendlichen sind verzweifelt: Aber sie haben die rettende Idee: Essen aus dem Automaten… aus dem Landsberger Foodmaten, auf den sie am Spitalplatz stoßen. Hier ziehen sie Essen aus dem Automaten – in einer Schachtel, ähnlich einer Zigarettenschachtel. Das Essen befindet sich in Papierform in dieser Schachtel und kann – wie wir später sehen werden – tatsächlich essbar gemacht werden.

In Wirklichkeit gibt es den Foodomaten natürlich nicht in Landsberg. Aber es gibt den Kunstautomaten. Der Landsberger Kunstautomat ist ein umfunktionierter alter Zigarettenautomat, aus dem man für fünf Euro ein originales Kunstwerk „ziehen“ kann. Von bekannten und unbekannten Künstlern – Originale, signiert und nummeriert.

Für unsere Zwecke und unseren Comic, mussten wir ihn natürlich umwandeln. Per Photoshop ist das möglich, aber es war ziemlich aufwendig. Jannis und Nico waren unheimlich fit darin und haben während eines Projekt-Nachmittages keine Mühe gescheut, den Foodomaten zu produzieren, aus dem man am Ende Pizza, Schweinsbraten und Spaghetti ziehen konnte…Allerdings in einer etwas seltsam erscheinenden Anmutung. Was die Jugendlichen natürlich vor neue Herausforderungen gestellt hat.

TAMAM – Noch mehr Fotocomics!

Unser Medienprojekt TAMAM geht in die nächsten Runden. Das Prinzip ist das gleiche zuvor: Junge erwachsene Geflüchtete zwischen 18 und 26 Jahren aus Syrien, Somalia, Eritrea und dem Irak werden in die Medientechnik eingeführt. Hervorragende Unterstützung erhalten sie erneut durch engagierte Schülerinnen und Schüler des IKG, die ihnen als Mentoren wichtige Hilfestellung leisten.

Dieses Mal wollen wir noch einmal vertieft in die Erstellung von Fotocomics einsteigen. Das bedeutet: Geschichten ausdenken, Fotos dazu machen, Storyboards erstellen, Bilder in das Comicprogramm einspielen, Texte für die Comics überlegen.

Der erste Themenbereich, den wir gemeinsam angehen wollten, lautet: Essen/Nahrung. Wie wir darauf gekommen sind? Weil wir zum Projektstart gemeinsam international gekocht und gegessen haben. Daher die Idee, einen Comic über Hunger und Essen zu erarbeiten.

Spektakuläre Ideen sind zutage gekommen. Die, die schließlich ausgeführt wurde: Eine abenteuerliche Geschichte einer Gruppe Jugendlicher verschiedener Nationalitäten, die sich – leider mit wenig Kleingeld in der Tasche – auf die Suche nach leckerem Essen, wenn möglich in einem Restaurant, begibt. Mit zu wenig Geld kann das jedoch ganz schön frustrierend sein.

Die Lösung: Der Landsberger Foodomat. Ein wie ein Zigarettenautomat aussehender Kasten, aus dem man tatsächlich gegen Geldeinwurf leckere Gerichte wie Pizza, Schweinsbraten oder Pasta ziehen kann. Doch wie soll das gehen? Wie sehen die Nahrungsmittel denn aus? Eine Pizza in Form eines zusammengefalteten Stück Papiers, auf dem eine Pizza abgedruckt ist, aus einer Zigarettenschachtel? Das kann doch nicht essbar sein?

Bloß nicht aufgeben lautet die Devise. Dass die Gruppe Jugendlicher damit Erfolg hat und am Ende tatsächlich eine echte Pizza auf dem Teller liegt – davon handelt der entstandene Fotocomic. Mystisch, spooky, etwas schräg … man darf gespannt sein!

Dem 21-jährigen Dickoh aus Sierra Leone hat es großen Spaß gemacht, einen Fotocomic zu erstellen. „Es war sehr lustig, sich die Geschichte auszudenken und die Fotos dazu zu machen,“ sagt er. „Gleichzeitig haben wir beim Aussuchen der Locations und Plätze viel von Landsberg sehen können.“

Auch der 21-jährige Mudar aus Syrien fand die Idee des Fotocomics gut. „Für die Zukunft wünsche ich mir allerdings Themen, die noch mehr in die Tiefe gehen, die mehr auf interkulturelle Aspekte eingehen, auf vorhandene Probleme oder Missverständnisse.“ Damit bekomme das Projekt für ihn einen größeren Realitätsbezug und mache es noch spannender.

 

 

 

TAMAM – Erste Versuche mit Tape Art

Im weiteren Verlauf unseres Medien- und Integrationsprojektes TAMAM hatten wir eine kuriose Idee. Wir wollten – ganz einfach, wie wir dachten – die Stadt Landsberg vertapen. Tape Art heißt die Kunstform, die dieser Idee zugrunde liegt. Es ist eine mittlerweile recht bekannte Kunstform. Wie der Name schon sagt: „Klebebandkunst“ beschreibt Kunst, die aus Klebebändern entstanden ist. Dabei können verschiedene Klebebänder mit unterschiedlichen Strukturen, Farben und Formen verwendet werden.

Hauptsächlich wurde Tape Art ursprünglich im öffentlichen urbanen Raum angewendet. Vermehrt wird Tape Art inzwischen von den Medien entdeckt und von Individuen im privaten Innenraum angewendet.

Die Vorstellung, Landsberg durch Tape Art zu verschönern, fanden wir spannend und inspirierend. Es dauerte nicht lange, und wir machten uns auf die Suchen nach passenden Locations – Plätze, Flächen, Skulpturen. Gemeinsam gingen wir mit wachem Blick durch die Stadt, stets mit dem Gedanken im Kopf: Wo kann man hier etwas bekleben?

Ideen hatten wir viele: Der Brunnen am Geog Hellmeier Platz, der Rathausinnenhof mitsamt seiner Skulptur König Maximilian II. von Bayern, der Brunnen am Hauptplatz, die weiße Wand an der Lechpromenade, Mülleimer, die etwas „aufgehübscht“ werden könnten. Wir machten Fotos von diesen Plätzen, um diese schon einmal festzuhalten und nicht nur im Gedächtnis, sondern auch vor Augen zu haben.

Im Anschluss gingen wir konkreter ins Brainstorming, entwickelten viele Ideen, diese Orte mit Tape Art zu dekorieren: Die Kugeln am Hauptplatz als Kontingente, die weiße Wand an der Lechpromanade mit Silhoutten von Passanten versehen, Gesichter für die hässlichen Mülleimer, den gesamten Rathausinnenhof als Aquarium umwandeln… und noch vieles mehr.

Schwieriges Thema

Die Ernüchterung folgte jedoch auf dem Fuße. In dem Moment, als wir den Umgang und das Kreiren von Formen mit den Tapes ausprobierten, wurde schnell klar: Das ist schwierig, eine wirkliche Kunst für sich! Allein einen Kreis oder eine Rundung hinzubekommen, erfordert wahnsinnige Geduld und so einiges an Geschick. Die Technik muss zunächst von der Pieke auf erlernt werden. Das braucht wiederum Zeit. Sollten wir unsere Ansprüche an unsere Ideen vielleicht etwas herunterschrauben? Oder uns doch auf das Betapen von Innenräumen beschränken? Tape-Bilder erstellen?

„Tape Art ist ein eher schwieriges Thema“, meint der 21-jährige Mudar aus Syrien. „Man braucht viel Material, viel Zeit und viel Ausdauer. Es ist schon sehr anspruchsvoll und schwer zu realisieren, aber auf der anderen Seite auch unheimlich interessant, und es können viele schöne Dinge daraus entstehen.

Der künstlerische Schaffensprozess ist noch nicht abgeschlossen. Es brodelt noch. Was schlussendlich daraus entstehen wird: Wir sind selber gespannt!